Erfahrungen mit Flattr sammeln – ich bin dabei
Meine Neugier haben mich nun dazu bewogen, mich nun doch aktiv bei Flattr zu registrieren bzw. Flattr einfach mal bei mir im Blog zu testen. Ich bin immer noch der Auffassung, dass Blogger mit Flattr kein Geld verdienen werden. Aus meiner Sicht geht es hier vielmehr um Anerkennung und Bestätigung, die ein Blogger für seinen geschriebenen Text erhalten soll. Gleichzeitig kann der Flattr-Button auch ein Indiz dafür sein, wie gut ein Thema bei den Lesern angekommen ist. Insgesamt stehe ich dem Dienst weiterhin skeptisch in Sachen und Nutzen gegenüber, will aber dennoch nicht verhehlen, einfach auch die Erfahrung selbst machen zu wollen und vielleicht schon bald eine andere Meinung zu diesem Dienst zu erhalten. Aktuell ist es ähnlich wie bei mir die Neugier, die viele Blogger antreibt. Gleichzeitig ist es einfach auch "cool", wenn man sein Lieblingsblog oder Autor einfach ein wenig unterstützen kann. Dagegen spricht auch eigentlich gar nichts. Im Gegenteil. Anerkennung für gut gemachte Blogs finde ich absolut richtig, daher möchte ich auch ein Teil der Flattr-Community sein und den Dienst einmal testen.
Nachdem ich dann meinen Account aktiviert hatte, habe ich in meinem Admin-Bereich von wordpress das Flattr-Plugin installiert. Und siehe da, ich kann Flatter-Point verteilen und kann damit meine Anerkennung an den Autor zum Ausdruck bringen. Klar kann ich das auch via Kommentarfunktion, aber irgendwie ist es doch einfach noch mal etwas anderes. Die Installation des Plugins ist wirklich sehr simpel und selbsterklärend. Nachholbedarf gibt es allerdings aus meiner Sicht bei Flattr selbst. Hier finde ich die Kommunikation, die Nutzerfreundlichkeit im geschlossenen Bereich noch sehr ausbaufähig. Den
Flattr-Button findet ihr bei blickschau jetzt unter jedem Artikel. Um zu flattern muss man beim Dienst angemeldet sein und dann einfach auch den grünen Bereich des Buttons klicken. Klickt man auf den rechten Teil, gelangt man zu einer Support-Seite.
Um selbst Geld einflattrn zu können, muss man mindestens 2 EUR selbst an andere verflattrn. Auch hier bin ich skeptisch, wie das Geschäftsmodell langfristig erfolgreich sein kann. Denn was passiert, wenn ein Blogger Monat für Monat 2 Eur an andere verflattrt, er selbst aber immer mit meinem Minus dasteht? Jetzt zum Start des Dienstes und wie ich der Neugier verfallen, wird das noch funktionieren. Mittel- und langfristig auch?
Das Flattr-Prinzip beruht darauf, dass das gespendete Geld in immer kleinere Teileinheiten verteilt wird, damit auch möglichst ein großer Flattr-Kreis davon partizipieren kann. Hat man wie einen Betrag von 10 EUR bei Flattr hochgeladen, und einen ersten Klick getätigt, ist der Klick zunächst einmal 10 EUR wert, allerdings nur bis der Benutzer ein zweites Mal klickt, dann ist jeder Klick nur noch die Hälfte wert - nach dem zehnten Klick zählt er nur noch 1 Euro und am Ende des Monats hat der User vielleicht 100 mal auf allen möglichen Seiten geklickt und jeder Blogger bekommt dann gerade einmal 10 Cent.
Wie bereits mehrfach zum Ausdruck gebracht, möchte ich nicht zu schnell urteilen und einfach den Dienst mal testen. Ich werde hier regelmäßig Updates geben und über Erfahrungen berichten. Zum Schluss möchte ich noch eine Übersicht über ein paar Blogs geben, die ihre Flattr-Einnahmen offengelegt haben und ebenfalls erste Erfahrungen preis gegeben haben.
Basicthinking - Einnahmen in den ersten 15 Tagen 43,23 EUR
Netzpolitik.org - Einnahmen im Juni 576,53 EUR
opalkatze.wordpress.com - 12,27 im Juni
Spreeblick - Einnahmen nach 14 Tagen - 110,94 EUR

